Schmerz wird durch Liebe ausgeschaltet
Wie amerikanische Forscher nun herausfanden, werden Hirnregionen aktiviert, welche für das Empfinden des Schmerzes verantwortlich sind, wenn es um amouröse Gedanken geht. Es stellte sich aber auch heraus, dass die Liebe eindeutig den Schmerz besiegt und das Gefühl des Schmerzes unterdrückt. Dieses Schmerzempfinden wird aber nur unterdrückt wenn die Liebe noch relativ jung und vor allem leidenschaftlich ist. Unter Berufung einer Studie der Stanford University in Kalifornien berichtete dies das Nachrichtenportal BBC. Die Ergebnisse dieser Studie wurden auf der Homepage der Fachzeitschrift PloS ONE veröffentlicht.
Durch Fotos kam die Erkenntnis
Wissenschaftler führten diese Studie mit verliebten Studenten durch und legten Wert darauf, dass sich die Testpersonen in der ersten Phase ihrer Liebe, also in den ersten neun Monaten, befanden. Die Testpersonen mussten dabei jeweils ein Foto ihrer Liebsten und ein Foto einer Bekannten oder einer Frau mitbringen, die sie genauso attraktiv fanden. Um den Versuch durchzuführen, bekamen die Probanden ein Heizkissen in die Hand, welches erhitzt kontrolliert erhitzt wurde und leichte Schmerzen verursachte. Des Weiteren wurden die Gehirnaktivitäten der Testpersonen per Magnetresonanztomografen gemessen und aufgezeichnet. Dann wurden die Studenten abwechselnd mit den zwei Fotos konfrontiert.
Schmerzempfinden wird durch Liebe reduziert
Das Ergebnis war verblüffend. Das Schmerzempfinden der Studenten wurde viel mehr reduziert, wenn sie auf das Foto der Freundin schauten, als auf das der Bekannten. Eine Erklärung dafür ist, dass in einer bestimmten Gehirnregion, in den „Belohnungszentren“ dieselbe Aktivität wie etwa unter Schmerzempfinden oder Rauschmitteln, auch der „Liebesblick“ stattfindet. So sei es auch zu erklären, dass ein Sportler aufgrund seines emotionalen Zustandes weitermachen kann, obwohl er sich eine sehr schmerzhafte Verletzung zugezogen hat.
Dieser Effekt sei aber nur im Anfangsstadium zu beobachten. Denkbar wäre aber auch, dass dies bei einer längeren Beziehung auch möglich sein könnte, durch das Gefühl des Wohlbehagens oder der Geborgenheit.

